Folge 09

01/06/2026

Songs gegen den Krieg

Protest, Wut und Hoffnung: Die Flowerpowerhour begibt sich auf die Spur jener Songs, die in einer Zeit von Krieg und gesellschaftlichem Umbruch Stellung bezogen.

Von Barry McGuires Eve of Destruction über Creedence Clearwater Revivals Fortunate Son bis zu Ohio von Crosby, Stills, Nash & Young: Diese Ausgabe der Flowerpowerhour erzählt von Protest, Zweifel und Hoffnung in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern. Eine musikalische Reise durch eine Epoche, in der Songs mehr waren als Unterhaltung und für viele Menschen zur Stimme einer Generation wurden.

Trackliste

1 – Barry McGuire – Eve of Destruction 3:38
2 – Buffalo Springfield – For What It’s Worth 2:37
3 – Creedence Clearwater Revival – Fortunate Son 2:21
4 – Edwin Starr – War 3:21
5 – Them – Baby, Please Don’t Go 2:42
6 – Bob Dylan – Masters of War 4:34
7 – Crosby, Stills, Nash & Young – Ohio – 2:58
8 – Jimi Hendrix – The Star-Spangled Banner (Woodstock) – 3:46
9 – The Doors – The Unknown Soldier – 3:10
10 – Country Joe and the Fish – I Feel-Like-I’m-Fixin‘-to-Die Rag – 3:44
11 – The Rolling Stones – Gimme Shelter – 4:31
12 – John Lennon – Give Peace a Chance – 4:54
13 – Simon & Garfunkel – Bridge Over Troubled Water – 4:55

Platte der Woche

Willy and the Poor Boys

Creedence Clearwater Revival

1969

Ein raues, erstaunlich direktes Album. Fast wie ein Gegenentwurf zur immer größer werdenden Psychedelia jener Zeit.

Die Geschichte hinter dem Song

Crosby, Stills, Nash & Young

Am 4. Mai 1970 eröffneten Soldaten der Nationalgarde auf dem Campus der Kent State University das Feuer auf demonstrierende Studenten. Vier junge Menschen starben. Als Neil Young die Bilder des Massakers sah, schrieb er noch am selben Tag „Ohio“. Nur wenige Tage später nahmen Crosby, Stills, Nash & Young den Song auf. Keine ausgefeilte Studioproduktion, kein monatelanges Feilen: „Ohio“ war musikalischer Journalismus unter Strom. Die Single erschien bereits im Juni 1970 und machte aus Wut, Entsetzen und Protest einen der eindringlichsten politischen Rocksongs seiner Zeit. In „Die Geschichte hinter dem Song“ erzählen wir, wie aus einer Zeitungsmeldung innerhalb weniger Wochen ein Stück Musikgeschichte wurde.