Beitragsbild Flowerpowerhour über Poeten und Songwriter der Flowerpower-Ära

Folge 17

27/07/2026

Flowerpowerpoeten

Als Songs zu Gedichten wurden

Viele machten aus wenigen Minuten Musik kleine literarische Welten. Diese Flowerpowerhour folgt den Dichtern und Geschichtenerzählern der 60er und frühen 70er zwischen Folk, Rock und Psychedelia. Es geht um Künstler, für die ein Song mehr war als eine eingängige Melodie: um Bob Dylan und Leonard Cohen, um Donovan, Gordon Lightfoot, Cat Stevens, Judy Collins und andere Stimmen einer Generation, die ihre Gedanken, Zweifel und Sehnsüchte in Verse fasste. Ihre Lieder erzählen von Liebe und Einsamkeit, vom Unterwegssein, von gesellschaftlichem Aufbruch und der Suche nach dem eigenen Platz in einer Welt, die sich rasant verändert. Mal genügt dazu eine Stimme und eine akustische Gitarre, mal öffnet sich die Musik in Richtung Rock oder Psychedelia. Gemeinsam ist diesen Songs eine Sprache, die Bilder entstehen lässt und oft noch lange nach dem letzten Ton weiterwirkt.

Trackliste

01 – Bob Dylan – Don’t Think Twice, It’s All Right
02 – Melanie – Ruby Tuesday
03 – Gordon Lightfoot – Early Morning Rain
04 -Donovan – Hurdy Gurdy Man
05 – Leonard Cohen – Suzanne
06 – Cat Stevens – If You Want to Sing Out, Sing Out
07 – The Rolling Stones – Wild Horses
08 – Simon & Garfunkel – The Only Living Boy in New York
09 – Joan Baez – The Night They Drove Old Dixie Down
10 – Judy Collins – Who Knows Where the Time Goes
11 – Simon & Garfunkel – Bridge over Troubled Water

Platte der Woche

Bridge over Troubled Water

Atmo - Bridge over troubled water

Simon & Garfunkel

1970

Mit Bridge over Troubled Water veröffentlichten Simon & Garfunkel 1970 ihr fünftes und zugleich letztes gemeinsames Studioalbum. Zwischen Folk, Gospel und aufwendig produziertem Pop zeigt es noch einmal die ganze Stärke des Duos: Paul Simons poetisches Songwriting trifft auf Art Garfunkels unverwechselbare Stimme. Neben dem monumentalen Titelsong gehören The Boxer und das melancholische The Only Living Boy in New York zu den Höhepunkten eines Albums, das zugleich Meisterwerk und Abschied wurde.

Die Geschichte hinter dem Song

Leonard Cohen

Leonard Cohens Suzanne entstand aus seinen Begegnungen mit Suzanne Verdal im Montreal der 1960er Jahre. Aus Gesprächen, Spaziergängen am Sankt-Lorenz-Strom und einer besonderen geistigen Nähe wurde zunächst ein Gedicht und schließlich einer seiner berühmtesten Songs. Cohen verbindet darin die reale Suzanne mit Bildern von Liebe, Sehnsucht und Spiritualität. Noch bevor er das Lied selbst veröffentlichte, nahm Judy Collins es 1966 auf und machte Cohens außergewöhnliches Songwriting einem größeren Publikum bekannt.