VAB-Klassenlehrer – Die erste Woche

Mir geht´s gut! In den letzten Tagen hatte ich die VAB-Schüler (alle zwischen 16 und 18 Jahre alt) hauptsächlich unter meiner Obhut. Leider haben sich zwei TeilnehmerInnen schon wieder abgemeldet, ein weiterer ist auf unbestimmte Zeit krank. Aber die anwesenden sind interessiert (auch wenn sie es nicht zugeben [„Eych hab kein Bock“]) nett und handzahm. Einige haben schon konkrete und realistische Vorstellungen zu Praktika und Ausbildung.

Wir haben die Eignungsanalysen und Testungen hinter uns gelassen und betreten mit jedem weiteren Tag neues gewohntes Unterrichtsterrain. Interessanterweise fragten die Schüler schon am Donnerstag, wann denn endlich der normale Unterricht beginnt. Die Testreihen waren also nicht nur für mich ermüdend und trocken.

Am Freitag waren Erlebnispädagogische Spiele und Beobachtungen angesagt. Es ist jedes mal schön, den Schülern bei der Lösungssuche über die Schulter zu sehen. Gruppendynamik, Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Kritikfähigkeit und Zielstrebigkeit im Life-Modus zu erleben macht immer wieder Spaß.

Notizen an mich:

  • Die Stille im Klassenzimmer aushalten. Nicht sofort Hilfestellungen geben, sondern die Jugendlichen denken lassen.
  • Gespräche und Diskussionen im Plenum zulassen, um direkten Zugang ins Gehirn der Schüler zu bekommen.
  • Nicht alles ernst und persönlich nehmen. (Es sind bloß Teenager 😉

Alles in allem freue mich mich auf die kommenden Wochen, wenn wir den Hafen verlassen und auf die stürmische See des Regelunterrichts hinaussegeln. Ich hoffe bis dahin sind alle Süßwassermatrosen an Deck und der Kurs berechnet.