VAB-Klassenlehrer – Die erste Woche

Mir geht´s gut! In den letzten Tagen hatte ich die VAB-Schüler (alle zwischen 16 und 18 Jahre alt) hauptsächlich unter meiner Obhut. Leider haben sich zwei TeilnehmerInnen schon wieder abgemeldet, ein weiterer ist auf unbestimmte Zeit krank. Aber die anwesenden sind interessiert (auch wenn sie es nicht zugeben [„Eych hab kein Bock“]) nett und handzahm. Einige haben schon konkrete und realistische Vorstellungen zu Praktika und Ausbildung.

Wir haben die Eignungsanalysen und Testungen hinter uns gelassen und betreten mit jedem weiteren Tag neues gewohntes Unterrichtsterrain. Interessanterweise fragten die Schüler schon am Donnerstag, wann denn endlich der normale Unterricht beginnt. Die Testreihen waren also nicht nur für mich ermüdend und trocken.

Am Freitag waren Erlebnispädagogische Spiele und Beobachtungen angesagt. Es ist jedes mal schön, den Schülern bei der Lösungssuche über die Schulter zu sehen. Gruppendynamik, Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Kritikfähigkeit und Zielstrebigkeit im Life-Modus zu erleben macht immer wieder Spaß.

Notizen an mich:

  • Die Stille im Klassenzimmer aushalten. Nicht sofort Hilfestellungen geben, sondern die Jugendlichen denken lassen.
  • Gespräche und Diskussionen im Plenum zulassen, um direkten Zugang ins Gehirn der Schüler zu bekommen.
  • Nicht alles ernst und persönlich nehmen. (Es sind bloß Teenager 😉

Alles in allem freue mich mich auf die kommenden Wochen, wenn wir den Hafen verlassen und auf die stürmische See des Regelunterrichts hinaussegeln. Ich hoffe bis dahin sind alle Süßwassermatrosen an Deck und der Kurs berechnet.

B1-VwV Intensivsprachkurs in Schwäbisch Hall

Das Karl-Kurz-Haus, mein neuer, imposanter Arbeitsort in Schwäbisch Hall Hessental

Am 1. August begann ich bei der Kolping Berufsbildung gGmbH in Schwäbisch Hall einen „Intensivsprachkurs in den Sommerferien nach der VwV Deutsch“.
Am Ende des Kurses soll das Sprachniveau B1 (Teilbereiche: Sprechen, Hören, Lesen und Schreiben) erreicht und mit einer DTZ-Prüfung abgeschlossen werden.

Aufgaben und Inhalte

Autor für den Wissenschaftsverlag J.H. Röll

Einband des Jahrbuches für den Landkreis Kitzingen an dem ich ab 2020 mitarbeiten darf

In der Zeit der Kontaktbeschränkung während der Corona-Pandemie konnte ich meine Arbeit an geschichtswissenschaftlichen Themen vertiefen. Grund hierfür war die Aufnahme in den Autorenkreis für das Jahrbuch des Landkreises Kitzingen. Themenschwerpunkt meines Aufsatzes für das Jahr 2021 wird die ‚Entnazifizierung in Rüdenhausen‘ sein. Ein Bereich mit dem ich mich bereits 2013 in meiner Hauptseminararbeit während des Geschichtsstudiums beschäftigte und im Staatsarchiv recherchieren dürfte. Es erfüllt mich mit einem gewissen Stolz, über die Geschichte meiner fränkischen Heimat publizieren zu können.

Im Bereich Berufsintegration in Regensburg und Kelheim

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2019/20 wurde ich im Bereich Berufsintegration tätig. Erstmals seit 2016 schnupperte ich wieder Klassenzimmerluft an einer staatlichen Schule und siehe da, sie schmeckte.

Neben meinem Stammplatz im Bereich DaZ unterrichte ich nun EDV, Mathe und als Teilungslehrer Fachpraxis Schlosserei und Hauswirtschaft.

Somit bin ich zum ersten Mal seit längerem wieder Teil eines Teams, unterrichte fach- und lehrplanbezogen, gebe Noten und studiere allmorgendlich den Vertretungsplan.

B1-Berufsbezogene Sprachförderung in Weiden

Im März 2019 begann ich in Weiden für einen Bildungsträger einen berufsbezogenen B1 Kurs. Die Teilnehmer kamen aus der Ukraine, Russland, Syrien, dem Irak, Eritrea, der Türkei und Thailand.

Die meisten Kursteilnehmer benötigten das B1-Zertifikat, um eine Ausbildung in Deutschland zu beginnen. Da Einige bereits seit vielen Jahren in Deutschland lebten ging es oft darum, Sprach- und Grammatikfehler, auszubügeln.

2. Erstorientierungskurs im AnkER Zentrum Schweinfurt

Mit dem Jahreswechsel begann der nächste EOK in Schweinfurt. Dieser bestand zu Beginn ausschließlich aus nigerianischen Männern. Was als Vorteil gedacht war – eine Herkunft, eine Kultur – zeigte sich im Alltag als Herausforderung, wenn der einzige Nicht-Nigerianer im Klassenraum versuchte die 20 Anwesenden zu integrieren. Im Kursverlauf kamen denn noch einige Ivorer (Bewohner der Elfenbeinküste) hinzu , was der Kursatmosphäre gut tat.

1. Erstorientierungskurs im AnkER Zentrum Schweinfurt

Ab Mitte August war ich als erster Lehrkraft der Johanniter mit EOKs betreut. In der ersten Woche unterrichtete ich zeitweise 80 Kursteilnehmern (zusätzlich hatten einige Frauen ihre Kinder dabei) aus Nigeria, Mali, Elfenbeinküste, Algerien und Armenien. Trotzdem war die Lernatmosphäre erstaunlich gut. Eine Erfahrung die mich als gelernter Realschullehrer zum Nachdenken brachte.

Im Laufe der nächsten Wochen wuchs unser Team auf sieben Lehrkräfte an. Es wurden Vormittags- und Nachmittagskurse angeboten.

Mein Kurs lief bis Ende 2018. Die Ausstattung mit eigener Küche und die Nähe ins Schweinfurter Zentrum (der Unterricht fand auf dem Gelände der alten US-Kaserne statt) lockerte den Unterricht durch viele Exkursionen und Unterrichtsprojekte auf.

Im Modul Einkaufen besuchten wir den Schweinfurter Wochenmarkt. (Was ist Rosenkohl, Rettich, …) Die Marktfrauen zeigten sich interessiert, begeistert und sehr hilfsbereit. Außerdem konnten wir die Metzgerein Uehlein besuchen.

Das Modul „Alltag in Deutschland“ wurde mit gemeinsamen Kochen und Essen verbunden.

Als Abschluss besuchten wir den Wildpark an den Eichen

(Alle abgebildeten Personen gaben ihr mündliches Einverständnis zur Veröffentlichung der Bilder)

3. Erstorientierungskurs in Ochsenfurt

Im Mai 2018 folgte ein weiterer EOK mit Teilnehmern aus Afghanistan, Armenien, dem Iran, Nigeria und Somalia. Leider ließ die Anwesenheit immer mehr nach, sodass der Kurs im August frühzeitig auf Grund von zu geringeren Teilnehmerzahlen beendet werden musste.

2. Erstorientierungskurs in Ochsenfurt

Zum Jahresbeginn 2018 startete ein weiterer EOK in Ochsenfurt. Leider blieben meine Bemühungen, über die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe weitere Kurs-Mitglieder zu gewinnen erfolglos . So schrumpfte der Kurs auf 11 Teilnehmer aus Armenien, Aserbaijan, Eritrea, Äthopien, Somalia und der Ukraine.

Die behandelten Module waren:

  • Soziale Kontakte
  • Alltag in Deutschland
  • Einkaufen
  • Brauchtum & Sitten
  • Medizinische Versorgung & Gesundheit
  • Werte & Zusammenleben

Pünktlichkeit und zuverlässige Anwesenheit waren ein großes Problem. Als Höhepunkt kann die Exkursion ins Ochsenfurter Kino Casablanca (in den Film „Das etruskische Lächeln) gesehen werden.

1. Erstorientierungskurs in Ochsenfurt

Ab September 2017 gab ich Erstorientierungskurse in Ochsenfurt. Trscäger und Arbeitgeber war Die Johanniter (RV Unterfranken) Der 1. Kurs lief bis Ende Dezember und war gut besucht (15 – 20 Teilnehmer aus Afghanistan, Armenien, Nigeria, Russland und Syrien) . Die behandelten Module waren:

  • Alltag in Deutschland
  • Einkaufen
  • Brauchtum & Sitten
  • Arbeit
  • Medizinische Versorgung & Gesundheit
  • Werte & Zusammenleben

Im Rahmen des Kurses fanden Exkursionen auf den Ochsenfurter Adventsmarkt und in die Würzburger Residenz statt (siehe Fotos)