Autor für den Wissenschaftsverlag J.H. Röll

Einband des Jahrbuches für den Landkreis Kitzingen an dem ich ab 2020 mitarbeiten darf

In der Zeit der Kontaktbeschränkung während der Corona-Pandemie konnte ich meine Arbeit an geschichtswissenschaftlichen Themen vertiefen. Grund hierfür war die Aufnahme in den Autorenkreis für das Jahrbuch des Landkreises Kitzingen. Themenschwerpunkt meines Aufsatzes für das Jahr 2021 wird die ‚Entnazifizierung in Rüdenhausen‘ sein. Ein Bereich mit dem ich mich bereits 2013 in meiner Hauptseminararbeit während des Geschichtsstudiums beschäftigte und im Staatsarchiv recherchieren dürfte. Es erfüllt mich mit einem gewissen Stolz, über die Geschichte meiner fränkischen Heimat publizieren zu können.

Im Bereich Berufsintegration in Regensburg und Kelheim

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2019/20 wurde ich im Bereich Berufsintegration tätig. Erstmals seit 2016 schnupperte ich wieder Klassenzimmerluft an einer staatlichen Schule und siehe da, sie schmeckte.

Neben meinem Stammplatz im Bereich DaZ unterrichte ich nun EDV, Mathe und als Teilungslehrer Fachpraxis Schlosserei und Hauswirtschaft.

Somit bin ich zum ersten Mal seit längerem wieder Teil eines Teams, unterrichte fach- und lehrplanbezogen, gebe Noten und studiere allmorgendlich den Vertretungsplan.

Weihnachtskarten erstellen mit MS-Word

Die letzten Wochen verbrachten die Schüler im EDV-Unterricht damit, Grundlagen in WORD zu erhalten. Es war sehr interessant zu sehen, dass selbst in der Generation die in Mitteleuropa als Digital-Natives gelten, manche Migranten durchaus Probleme haben. So ging ein Schüler aus Eritrea beispielweise sehr grobmotorig mit der Computermaus um und schaffte es in der ersten Stunde nicht innerhalb von 10 Minuten auf das Speichersymbol zu klicken.

Eine Weihnachtskarte der Klasse BI2
(diese Sprachen werden in der Klasse gesprochen)

Da den Schüler der Umgang und die Veränderung von Schriftart und Schriftgröße in den letzten Wochen beigebracht wurde. Wollte ich nun auf die Zeichentools eingehen und daher eine einfache Weihnachtskarte erstellen. Einer spontanen Eingebung folgend wurden dabei sehr schöne Ergebnisse erzielt.

Der Unterricht im EDV-Raum begann mit einem Stillen Impuls. Ich schrieb „Frohe Weihachten“ an die Tafel, darunter „Merry  Christmas“. Der Schüler D. aus Albanien diktierte mir nach einer nonverbalen Aufforderung „Urime Krishtlindja“, was ich natürlich falsch schrieb. Ich übergab den Whiteboard-Marker an den Schüler, der diesen wiederum an einen Mitschüler weitergab. Zeitgleich begann ich am Dozenten-PC die Worte in abzutippen. Die Schüler verfolgten dies über den Beamer und produzierten ebenfalls eine Wortliste zu „Frohe Weihnachten“.

Anschließend variierte ich Schriftgrad, Schriftart sowie Farbe und Ausrichtung und forderte die Schüler auf, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Außerdem fügten wir einige Grafiken mit Weihnachtssymbolen hinzu. Die Ergebnisse waren individuell und größtenteils gelungen.

B1-Berufsbezogene Sprachförderung in Weiden

Im März 2019 begann ich in Weiden für einen Bildungsträger einen berufsbezogenen B1 Kurs. Die Teilnehmer kamen aus der Ukraine, Russland, Syrien, dem Irak, Eritrea, der Türkei und Thailand.

Die meisten Kursteilnehmer benötigten das B1-Zertifikat, um eine Ausbildung in Deutschland zu beginnen. Da Einige bereits seit vielen Jahren in Deutschland lebten ging es oft darum, Sprach- und Grammatikfehler, auszubügeln.

2. Erstorientierungskurs im AnkER Zentrum Schweinfurt

Mit dem Jahreswechsel begann der nächste EOK in Schweinfurt. Dieser bestand zu Beginn ausschließlich aus nigerianischen Männern. Was als Vorteil gedacht war – eine Herkunft, eine Kultur – zeigte sich im Alltag als Herausforderung, wenn der einzige Nicht-Nigerianer im Klassenraum versuchte die 20 Anwesenden zu integrieren. Im Kursverlauf kamen denn noch einige Ivorer (Bewohner der Elfenbeinküste) hinzu , was der Kursatmosphäre gut tat.

Erstorientierungskurs im AnkER Zentrum Schweinfurt

Ab Mitte August war ich als erster Lehrkraft der Johanniter mit EOKs betreut. In der ersten Woche unterrichtete ich zeitweise 80 Kursteilnehmern (zusätzlich hatten einige Frauen ihre Kinder dabei) aus Nigeria, Mali, Elfenbeinküste, Algerien und Armenien. Trotzdem war die Lernatmosphäre erstaunlich gut. Eine Erfahrung die mich als gelernter Realschullehrer zum Nachdenken brachte.

Im Laufe der nächsten Wochen wuchs unser Team auf sieben Lehrkräfte an. Es wurden Vormittags- und Nachmittagskurse angeboten.

Mein Kurs lief bis Ende 2018. Die Ausstattung mit eigener Küche und die Nähe ins Schweinfurter Zentrum (der Unterricht fand auf dem Gelände der alten US-Kaserne statt) lockerte den Unterricht durch viele Exkursionen und Unterrichtsprojekte auf.

Im Modul Einkaufen besuchten wir den Schweinfurter Wochenmarkt. (Was ist Rosenkohl, Rettich, …) Die Marktfrauen zeigten sich interessiert, begeistert und sehr hilfsbereit. Außerdem konnten wir die Metzgerein Uehlein besuchen.

Das Modul „Alltag in Deutschland“ wurde mit gemeinsamen Kochen und Essen verbunden.

Als Abschluss besuchten wir den Wildpark an den Eichen

(Alle abgebildeten Personen gaben ihr mündliches Einverständnis zur Veröffentlichung der Bilder)

3. Erstorientierungskurs in Ochsenfurt

Im Mai 2018 folgte ein weiterer EOK mit Teilnehmern aus Afghanistan, Armenien, dem Iran, Nigeria und Somalia. Leider ließ die Anwesenheit immer mehr nach, sodass der Kurs im August frühzeitig auf Grund von zu geringeren Teilnehmerzahlen beendet werden musste.

2. Erstorientierungskurs in Ochsenfurt

Zum Jahresbeginn 2018 startete ein weiterer EOK in Ochsenfurt. Leider blieben meine Bemühungen, über die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe weitere Kurs-Mitglieder zu gewinnen erfolglos . So schrumpfte der Kurs auf 11 Teilnehmer aus Armenien, Aserbaijan, Eritrea, Äthopien, Somalia und der Ukraine.

Die behandelten Module waren:

  • Soziale Kontakte
  • Alltag in Deutschland
  • Einkaufen
  • Brauchtum & Sitten
  • Medizinische Versorgung & Gesundheit
  • Werte & Zusammenleben

Pünktlichkeit und zuverlässige Anwesenheit waren ein großes Problem. Als Höhepunkt kann die Exkursion ins Ochsenfurter Kino Casablanca (in den Film „Das etruskische Lächeln) gesehen werden.

1. Erstorientierungskurs in Ochsenfurt

Ab September 2017 gab ich Erstorientierungskurse in Ochsenfurt. Trscäger und Arbeitgeber war Die Johanniter (RV Unterfranken) Der 1. Kurs lief bis Ende Dezember und war gut besucht (15 – 20 Teilnehmer aus Afghanistan, Armenien, Nigeria, Russland und Syrien) . Die behandelten Module waren:

  • Alltag in Deutschland
  • Einkaufen
  • Brauchtum & Sitten
  • Arbeit
  • Medizinische Versorgung & Gesundheit
  • Werte & Zusammenleben

Im Rahmen des Kurses fanden Exkursionen auf den Ochsenfurter Adventsmarkt und in die Würzburger Residenz statt (siehe Fotos)