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„Venus, Erdnus, Urunus und Plakton“ oder „Der Blick ins Sonnensystem“

Manchmal lasse ich im Unterricht die Thematischen Zügel etwas lockerer und gehe auch die Fragen und Interessen der Schüler ein. Da ist es durchaus möglich ,dass man vom Hundertsten zum Tausendsten kommt, oder wie in der Schwerelosigkeit durch den lehren Raum driftet. So beim Beispiel Potenzrechnung und Weltall.

Als Einstieg in das Thema Potenzrechnen (4² + 2³ usw.) kam mir die Idee, als Einstieg auf die Entfernungen im Weltall einzugehen. Immerhin ist ein Lichtjahr 9,5 ⋅ 1012 km. Beim Gedanken daran, dass die nächste Galaxie 2.500.000 Lichtjahre von uns entfernt ist, wird mir regelmäßig schwindelig.

Am Ende der Stunde waren wir also bei Planetennamen angelangt und der Frage, wie man wo die Astronauten im Weltall ihr Essen herbekommen. Beim Versuch die Namen der Planeten aufzuzählen erinnerte sich unsere Klassensprecherin an den alten Satz „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten“ mit dem man zumindest die Anfangsbuchstaben der Planeten herausbekommt. Alleine über diese kognitive Leistung in meiner Klasse machte ich innere Luftsprünge. Doch dann ging es an die tatsächlichen Namen der Planeten.

„Venus, Erdnuss, Urunus und Plankton – ach ne Neptun!“ zählte eine Schülerin auf. Später kam noch „Bluetwo“! Wenig später, ich hatte gerade erklärt, dass es sich bei Jupiter um einen Gasplanet handelte, kam die Frage, ob man den Planeten mit einem Feuerzeug anzünden könne. „Im Weltall funktioniert kein Feuerzeug!“ gab ein weiterer Schüler als Erklärung für die Nichtmachbarkeit an. „Dann können Astronauten ja gar nicht Rauchen!“

Auch die Sache mit Corona auf der ISS wurde diskutiert. Glücklicherweise bin ich eifriger Leser diverser Nachrichten-Seiten. Am Ende kam noch der Vorschlag einen Döner-Imbiss oder Supermarkt an die ISS anzubauen, um Mars-Riegel zu verkaufen.

Die Aufgabe Lichtgeschwindigkeit in Kilometer umzurechnen hatte übrigens niemand richtig.